| Duration |
2012 - 2014 |
| Sponsors |
Land Steiermark
|
| Contact |
Schmalstieg Dieter, Lex Alexander |
| Keywords |
- Caleydo
- Information Visualization
|
| Link |
http://www.icg.tugraz.at/project/caleydo/caleydo_sponsors |
| Abstract |
Das Kolonkarzinom ist weltweit eine der häufigsten Krebserkrankungen, die trotz
Fortschritte in der Behandlung nach Ausbildung von Metastasen fast immer zum Tod führt.
Gemäß internationalen Standards ist derzeit die pathohistologische Untersuchung
entscheidend für das therapeutische Vorgehen. Für Patienten in fortgeschrittenen
Tumorstadien wurden kürzlich Therapien verfügbar, die auf den Mutationsstatus des
Tumors ausgerichtet sind, jedoch eine mögliche Tumorheterogenität nicht
berücksichtigen. Derzeit nicht detektierte Tumorklone werden für das oft fehlende
Therapieansprechen und die Tumorprogression verantwortlich gemacht. Das beantragte
Projekt soll durch Anwendung neuer sensorischer Verfahren zur kosteneffizienten und
verlässlichen Bestimmung der genetischen Diversität von Dickdarmkarzinomen beitragen.
Mittels statistischer Verfahren und bioinformatischer Analyse der genetischen Profile
werden die Häufigkeit sowie die prognostische Bedeutung der Tumorheterogenität für das
biologische Verhalten der Tumore sowie ihr Ansprechen auf spezifische onkologische
Therapien ermittelt. Durch spezielle, an der TUG entwickelte Visualisierungstechniken
wird die erhobene Datenfülle für Pathologen und klinische Onkologen verständlich und
verwertbar gemacht. Eine umfassende genetische Tumoranalyse setzt das vollinhaltliche
Einverständnis des Patienten voraus, welches untrennbar mit dem Verständnis und der
Zustimmung zu den hierzu verwendeten Methoden verbunden ist. Ein weiteres Projektziel
ist daher die Untersuchung von Erwartungen und Hoffnungen aber auch von Vorbehalten
bzw. Befürchtungen, die in die Beratung und Aufklärung des Patienten Eingang finden
sollen und die die unterschiedlichen Einstellungen der Patienten zu den diagnostischen
Verfahren berücksichtigen. Diese neuen Diagnoseverfahren werden ein Ansprechen auf eine
Therapie wesentlich gezielter voraussagen können als die derzeitigen Methoden, den
Patienten Nebenwirkungen unwirksamer Medikamente ersparen und damit nicht zuletzt zu
einer Kostenreduktion im Gesundheitssystem beitragen. |